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Pressemitteilung 22. September 2016

Fünf-Säulen-Konzept für umweltfreundliche städtische Bootsflotte

Hamburg, 22. September 2016 – Nach der vor zwei Wochen unterzeichneten Absichtserklärung zwischen der Hamburg Port Authority (HPA) und der Klassifikationsgesellschaft DNV GL nimmt das Thema umweltfreundliche städtische Flotte Fahrt auf. Mit der Absichtserklärung vereinbarten HPA und DNV GL, das Konzept für eine umweltfreundliche städtische Flotte zu konkretisieren und weiterzuentwickeln.
Das HPA-Konzept umfasst fünf Säulen: „Emissionsarme Kraftstoffe“, „Abgastechnik bei Neubeschaffungen“, „Abgastechnik Nachrüstlösungen“, „Innovative Antriebskonzepte“ und „Energieeffizienter Schiffsbetrieb“. Gemeinsam mit dem DNV GL sollen für die Bestandsflotte eine Technologieübersicht, eine Flottenübersicht, eine Technologiebewertung und ein Umsetzungskonzept erarbeitet werden. Für anstehende Neubauten soll ein Anforderungsprofil mit verschiedenen Optionen umweltfreundlicher Technologie erstellt werden.
„Natürlich hat die HPA großes Interesse daran, auf neu zu beschaffenden Schiffen innovative Antriebstechnologien einzusetzen und unsere bestehende Flotte, so weit wie möglich, umweltfreundlich fahren zu lassen. Dabei sehen wir uns als Förderer zukunftsweisender Technologien“, sagt Jens Meier, Vorsitzender der HPA-Geschäftsführung. „Wir werfen auch einen Blick über den Tellerrand hinaus, halten Ausschau nach neuen Ideen und stehen in regem Austausch mit unseren Partnerhäfen. Aber auch vor der eigenen Haustür, hier in Hamburg, arbeiten zahlreiche Unternehmen an innovativen Ideen“, so Meier weiter.
Auch der NABU lobt den eingeschlagenen Weg: „Es ist bitter nötig die Luftschadstoffemissionen im Hafen zu reduzieren. Dass die HPA mit ihrer eigenen Flotte vorangeht, begrüßt der NABU ausdrücklich. Die Umsetzung wird der NABU weiter begleiten und die drastische Reduktion von Stickoxid-, Schwefeldioxid- und Rußemissionen einfordern", so Malte Siegert Leiter Umweltpolitik beim NABU Hamburg.

Das Konzept der HPA umfasst die fünf folgenden Säulen:

Emissionsarme Kraftstoffe: Bereits seit 2009 setzt die HPA auf ihren Schiffen ausschließlich schwefelarmen sog. LKW-Diesel ein. Im Juni 2016  wurden Versuchsfahrten der Barkasse „Carl Feddersen“ mit GTL (Gas to Liquid) im Vergleich zu oben genanntem Diesel (EN 590) durchgeführt und dokumentiert. Auf Grundlage der dabei gewonnenen Messergebnisse bebunkert die HPA seit diesem September in einem erweiterten Feldversuch vier ihrer Schiffe im Regelbetrieb mit GTL. Ergänzend soll HVO-Biodiesel eingesetzt werden (EN 15940) – dazu laufen derzeit Verhandlungen mit Anbietern.

Abgastechnik bei Neubeschaffungen: Ersatzbeschaffungen der Flotte rüstet die HPA grundsätzlich mit Abgasnachbehandlungstechnik aus. Wenn es technisch möglich und ökonomisch sinnvoll ist, wird eine Kombination aus Rußpartikelfiltern und Stickoxidkatalysatoren bevorzugt.

Abgastechnik Nachrüstungslösungen: Auch die Bestandsflotte soll möglichst mit Abgasnachbehandlung nachgerüstet werden. Im Vergleich zu Neubauten sind hier die Voraussetzungen differenzierter. Erstmals konnte ein Anbieter gefunden werden, der die konkrete Machbarkeit für vier Schiffe der HPA-Flotte nachweisen will. Die HPA plant mit weiteren Anbietern Gespräche.
Innovative Antriebslösungen: Derzeit laufen Gespräche mit mehreren Anbieten – geprüft wird der Einsatz von LNG, Hybrid-Technologien, Brennstoffzellen usw.

Energieeffizienter Schiffsbetrieb: Auch für den fahrenden Betrieb plant die HPA neue Wege: So sollen die Crews im energieeffizienten Bedienen der Schiffe geschult werden.


Die Hamburg Port Authority AöR (HPA) betreibt seit 2005 ein zukunftsorientiertes Hafenmanagement aus einer Hand und ist überall dort aktiv, wo es um Effizienz, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit im Hamburger Hafen geht. Den wachsenden Ansprüchen des Hafens begegnet die HPA mit intelligenten und innovativen Lösungen. Die HPA ist verantwortlich für die effiziente, Ressourcen schonende und nachhaltige Planung und Durchführung von Infrastrukturmaßnahmen im Hafen und ist Ansprechpartner für alle Fragen hinsichtlich der wasser- und landseitigen Infrastruktur, der Sicherheit und Leichtigkeit des Schiffsverkehrs, der Hafenbahnanlagen, des Immobilienmanagements und der wirtschaftlichen Bedingungen im Hafen. Dazu stellt die HPA die erforderlichen Flächen bereit und übernimmt alle hoheitlichen Aufgaben und hafenwirtschaftlichen Dienstleistungen. Sie vermarktet spezielles, hafenspezifisches Fachwissen und nimmt zudem die hamburgischen Hafeninteressen auf nationaler und internationaler Ebene wahr.
www.hamburg-port-authority.de

Pressekontakt: HPA Hamburg Port Authority | Pressestelle | Tel.: +49 40 42847-2300 | pressestelle@hpa.hamburg.de

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Sinje Pangritz, Teamleitung Unternehmens-kommunikation
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Christian Füldner, Pressestelle der Hamburg Port Authority
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