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Pressemitteilung 21. Oktober 2016

Häfen von Antwerpen, Hamburg, Rotterdam, Le Havre und Bremen/Bremerhaven für Ernennung von Nord- und Ostsee zu Stickstoffemissions-Überwachungsgebieten (NECA)

Hamburg, 21. Oktober 2016 – Die Port Authorities von Antwerpen, Hamburg, Rotterdam, Le Havre und Bremen/Bremerhaven sprechen sich für die Ernennung von Nord- und Ostsee zu Stickstoffemissions-Überwachungsgebieten (Nitrogen Emission Control Areas, NECA) aus.

Abschließende NECA Erklärung vom 17. Oktober 2016:
Die Port Authorities von Antwerpen, Hamburg, Rotterdam, Le Havre und Bremen/Bremerhaven unterstützen nachdrücklich den Antrag der Nordsee-Anrainerstaaten und baltischen Staaten, die Nord- und Ostsee ab dem Jahr 2021 zu Stickstoffemissions-Überwachungsgebieten, so genannten NECAs (Nitrogen Emission Control Areas), zu ernennen. Wir rufen daher die Mitglieder des Maritime Environmental Protection Committee (MEPC) auf, diese Anträge während ihrer 70. Sitzung vom 24.-28. Oktober 2016 in London zu unterstützen.
Europäische Häfen stehen unter enormem Druck, ihren ökologischen Fußabdruck zu reduzieren. Besonders Häfen, die über wichtige Industriegebiete verfügen und sich in der Nähe von Wohngebieten und/oder Natura 2000 Gebieten befinden, müssen ihre Emissionen reduzieren, um so ihre Betriebslizenzen zu behalten. Der Antrag, die Nord- und Ostsee zu NECAs zu ernennen, stellt eine enorme Chance dar, die schädlichen Auswirkungen auf die Umwelt weiter zu reduzieren. Die Schifffahrt ist für einen wachsenden Anteil von (Stickstoffoxid-) Emissionen verantwortlich, die zu Stickstoff-Dispositionen in geschützten Natura 2000 Gebieten und zu NOx-Konzen-trationswerten in Wohngebieten beitragen. Während Stickstoff-Emissionen vom Lande aus bereits beträchtlich eingedämmt wurden, hat es die Schifffahrt trotz erster Initiativen noch nicht geschafft, dieselben Resultate zu erzielen.
Internationale Studien zeigen, dass die Ernennung einer NECA eine (kosten)effiziente Möglichkeit ist, die Stickstoff-Emissionen von Schiffen zu reduzieren. Es gibt eine Reihe von bewährten Technologien, die diese NECA-Anforderungen erfüllen. Dazu gehören Dual-Fuel-Motoren oder reine Gas-motoren, die mit Flüssigerdgas, selektiver katalytischer Reduktion oder Abgasrückführung laufen können.
Die von der Internationalen Seeschifffahrt-Organisation (IMO) eingeführten globalen Standards liefern die Basis, um die Emissionen des Seetransports effektiv zu reduzieren. Die IMO NOx Tier III Anforderungen, die ab dem 1.1.2021 für Schiffe in NECAs gelten, sind das wesentliche Instrument für die Stickstoffreduzierung. Diese Anforderungen reduzieren die NOx-Emissionen - die nachteilige Auswirkungen auf Luftqualität und Gesundheit haben - etwa um 75% mehr als die der Tier II Anforderungen, die seit 2011 für alle Schiffe gelten.
Daher sprechen sich die Port Authorities von Antwerpen, Hamburg, Rotterdam, Le Havre und Bremen/Bremerhaven für die Ernennung der Nord-und Ostsee zu NECAs ab dem 1.1.2021 aus. Wir hoffen, dass die Mitglieder der MEPC diese Ansicht teilen und so zu einer saubereren und nachhaltigeren Zukunft der internationalen Schifffahrt beitragen.

 

Die Hamburg Port Authority AöR (HPA) betreibt seit 2005 ein zukunftsorientiertes Hafenmanagement aus einer Hand und ist überall dort aktiv, wo es um Effizienz, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit im Hamburger Hafen geht. Den wach-senden Ansprüchen des Hafens begegnet die HPA mit intelligenten und innovativen Lösungen. Die HPA ist verantwortlich für die effiziente, ressourcenschonende und nachhaltige Planung und Durchführung von Infrastrukturmaßnahmen im Hafen und ist Ansprechpartner für alle Fragen hinsichtlich der wasser- und landseitigen Infrastruktur, der Sicherheit und Leichtigkeit des Schiffsverkehrs, der Hafenbahnanlagen, des Immobilienmanagements und der wirtschaftlichen Bedingungen im Hafen. Dazu stellt die HPA die erforderlichen Flächen bereit und übernimmt alle hoheitlichen Aufgaben und hafenwirtschaftlichen Dienstleistungen. Sie vermarktet spezielles, hafenspezifisches Fachwissen und nimmt zudem die hamburgischen Hafeninteressen auf nationaler und internationaler Ebene wahr.
www.hamburg-port-authority.de

Pressekontakt: HPA Hamburg Port Authority | Pressestelle | Tel.: +49 40 42847-2300 | pressestelle@hpa.hamburg.de

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